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Trinkwasser

Kann man Leitungswasser trinken?

Das Wasser aus dem Leitungsnetz des Wasserversorgers hat eine sehr hohe Qualität. Bedingt durch die Trinkwasserverordnung müssen hierzulande hohe Standards eingehalten werden.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Leitungswasser zu trinken, denn es hat die amtliche "Trinkwasserqualität".
Allerdings sollte man vorher einmal überprüfen, was das im konkreten Einzelfall bezogen auf Ihr installiertes Rohrnetz bedeutet.

Trinkwasser-Verordnung

Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) wurde am 21. Mai 2001 erlassen und enthält Begriffsbestimmungen sowie Schutzvorschriften für das Trinkwasser. Am 14. Dezember 2012 traten weitere Änderungen der Trinkwasserverordnung 2001 in Kraft.
Die Trinkwasser-Verordnung definiert den Begriff Trinkwasser, regelt Grenzwerte für Schadstoffe und Bakterien, gibt Prüfungen für bestimmte Trinkwasseranlagen vor.
Hier ein Link zu weiteren Informationen und zur Trinkwasser-Verordnung.

Hilfe - braunes Wasser

Braunes Trinkwasser nach dem Urlaub - Woher kommt das und was kann ich dagegen tun?
Sie kommen vom Urlaub zurück und drehen den Wasserhahn auf - anstatt klarem Wasser kommt aber eine braune Brühe aus Ihrem Wasserhahn.
Nach ein paar Minuten verschwindet die braune Brühe und das Wasser wird wieder klar.

Wie entsteht diese braune Brühe?
Verantwortlich für das braune Wasser ist meist einfach nur Rost.
Dieses Problem entsteht i. d. R. an alten verzinkten Stahlleitungen, denn dann ist nach vielen Jahren der Nutzung die Zinkdeckschicht weitgehend wegkorrodiert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Zinkkorrosionsprodukte weniger auffällig als der Rost und wurden daher nicht bemerkt. Der Rost zeigt sich in den meisten Fällen durch die gelösten Mineralien wie Eisen und/oder Mangan als braunes Wasser.

Welche Konsequenzen hat das braune Wasser?
Das ohne Zinkdeckschicht „freiliegende Stahlrohr“ ist jetzt unbeständig gegenüber Trinkwasser und korrodiert weiter. Diese dauerhaft weitere Rostbildung kann im Laufe der Zeit zu Wasserschäden führen, da die Wasserleitungen undicht werden können.
Das Trinkwasser kann z. B. einen metallischen Nachgeschmack haben
Nach dem Wäschewaschen kann sich Kleidung braun verfärben
Auf den korrosiven Rohrinnenflächen können sich bakterielle Ablagerungen bilden, die Ihre Gesundheit gefährden.
Das Wasser entspricht ggf. nicht mehr der Trinkwasser-Verordnung.

Welche Abhilfemaßnahmen sind möglich?
Oft ist alles nicht so schlimm wie es aussieht. Sobald sich das Wasser wieder klar verfärbt hat, kann man das Wasser i. d. R. ohne Bedenken wieder benutzen. Tritt die „braune Brühe“ allerdings schon nach kurzer Nichtbenutzung wieder auf, sollte man aktiv werden.
Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze:
Es werden Sanierungsmaßnahmen, wie Rohr-Innenbeschichtungen mit Epoxidharz angeboten. Hier ist allerdings zu bedenken, dass diese Maßnahmen recht kostspielig sind, meist nicht DVGW zugelassen sind und ggf. nicht dauerhaft wirken. Bei späteren Änderungen am Rohrsystem könnten diese Innenbeschichtungen auch wieder beschädigt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Zugabe von Inhibitoren (z. B. Phosphate und Silikate) ins Trinkwasser. Hier darf man allerdings nur DVGW zugelassene Produkte und Anlagen einsetzen. Bei dieser Möglichkeit müssen Grenzwerte exakt eingehalten und die Wasserverbraucher (Bewohner) müssen darüber informiert werden.
Beide Sanierungsmöglichkeiten sind bei vorgeschädigten Systemen nicht immer sicher und meist nur eine Übergangslösung.
Die optimale Lösung das Problem „Rostiges Wasser“ und die damit verbundenen Risiken in den Griff zu bekommen ist es, die wasserführenden Trinkwasserleitungen durch neue, korrosionsbeständige Rohrleitungen, ggf. auch nur schrittweise zu ersetzen. Grundsätzlich ist hier die Beratung zu empfehlen.